In the Cut

22:28-00:23 3sat
Freitag 2019-01-11
 AUS/USA/GB   2003
In the Cut

Als eine Literaturdozentin unfreiwillig Zeugin eines Blow-Jobs wird, ändert sich ihr Leben abrupt. Denn am nächsten Tag erfährt sie, dass die beteiligte Dame tot aufgefunden wurde. Die Single-Frau hat als Letzte das Opfer lebend gesehen. Ihr Schrecken ist gross, weil sie auch den Mörder beobachtet hat. — Düsterer Erotikthriller mit einer ungewohnt sexy inszenierten Meg Ryan, die ihr Image als blonde Naive endgültig hinter sich lässt. Frannie Avery arbeitet an einer Anthologie für sexuelle Slang-Ausdrücke, doch privat lässt es die schüchterne Literaturwissenschaftlerin eher ruhig angehen. Für die Leidenschaft ist ihre Halbschwester und beste Freundin Pauline zuständig, die von einer unglücklichen Affäre in die nächste schliddert. Doch als sich Frannie eines Tages mit einem Studenten in einer Bar trifft, wird sie Zeugin einer verfänglichen Szene: Eine Frau kniet mit eindeutigen Bewegungen zwischen den Beinen eines Mannes; wenig später ist sie tot. Der abgebrühte Detective Malloy und sein Partner klären Frannie darüber auf, dass dieser Mord kein Einzelfall war. Und noch haben sie keine Spur, die sie zu dem Serienkiller führen könnte. Die Polizei weiss nur, dass der Mörder Rituale liebt und seine Opfer mit einem Ring schmückt. Zu Frannies Überraschung zeigt Malloy auch privates Interesse an ihr, und nach einem verunglückten Date landet sie in seinen Armen. Hin- und hergerissen zwischen sexueller Begierde und Misstrauen gerät Frannie in eine ausweglose Situation. Oscar-Preisträgerin Jane Campion ("Das Piano") sorgte mit ihrer provokanten Verfilmung des Skandal-Romans "In the Cut" für Aufruhr im prüden Amerika und lotete die Grenzen zwischen Sex und Gewalt neu aus. In ihrem abgründigen Erotikthriller stellt Campion die Sehnsüchte der Frauen hart der Welt der Männer gegenüber. Bereits das Erscheinen des Romans von Susanna Moore sorgte 1995 in den USA für Aufruhr. In Deutschland erschien die Geschichte unter dem Titel "Aufschneider". Der Mix aus sprachlicher Intellektualität, offensiven Sexszenen und gewaltgetränktem Thriller-Plot traf einen Nerv der Zeit. Meg Ryan ergriff hier die Chance für einen radikalen Image-Wechsel. Der Star aus Erfolgsfilmen wie "Harry und Sally", "French Kiss" und "Schlaflos in Seattle" wagte den Sprung ins ambitionierte Arthouse-Kino. Zum ersten Mal in ihrem Leben drehte Meg Ryan Nacktszenen und bot nach Meinung vieler Kritiker die beste Darstellung ihrer bisherigen Karriere. "Wie die Regisseurin in ihrem neuen Film weibliches Begehren zwischen Liebessehnsucht und Hunger nach Sex zwischen romantischem Traum und kalter Realität umsetzt, das gehört zu den herausragenden Ereignissen der Kinosaison." (Tages-Anzeiger, Zürich)


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